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Darmflora wichtig

In letzter Zeit liest man auch in ‚klasischen‘ Wissenschaftszeitungen mehr und mehr über die enorm wichtige Rolle der Darmflora (z.B. Nature 2007, 448, 542f).
Wer nun nicht warten will, bis man in Amerika die letzten Geheimnisse der komplexen Wechselwirkung zwischen Wirtsorganismus und Intestinalflora entschlüsselt hat, der kann in altbewährter Weise auf das gute Symbioflor zurückgreifen: (weiter).
Das gibt’s hier bei uns schon seit 50 Jahren. In unserer Praxis eines der am häufigsten verschriebenen Medikamente.
Wenn ein Kind seit Jahren eine orofaciale Hypotonie hat und die dadurch fast obligaten Rachenwegsinfekte – wie häufig – mit Serien von Antibioticagaben behandelt worden waren muß eine Tonusregulierung durch HWS- Manipulation meist mit der Gabe von Symbioflor ergänzt werden. wir beobachteten in den Wintermonaten, dass unsere manuelle Behandlung öfters nicht den Effekt hatte, den wir uns erhofften. Eine Besserung hielt nicht an oder war nicht so ausgeprägt, wie nach der – überprüfbaren – Beseitigung der HWS- Blockierung zu erwarten gewesen wäre.
Ganz häufig waren es Kinder mit Rachenatmung und einer langen Vorgeschichte von HNO- Problemen, bei denen dies zu beobachten war.
Gerade bei unseren belgischen und französischen Patienten kamen dann x-fache Antibiotika- ‚Kuren‘ hinzu.
In diesen Fällen hat sich die Anwendung von Symbioflor sehr bewährt. Sie ist nicht immer nötig; wer neben einem Bio-Bauernhof wohnt und zwei Mal die Woche durch den Kuhstall geht kann sich so seine ‚guten‘ Rachenwegs- und Darmbakterien holen und das Medikament sparen. Aber es hat halt nicht jeder einen Biohof nebenan…

Sonst ist die ‚alteingessene‘ pathologsche Flora stärker.

Haustiere (und ein bißchen Dreck) helfen

Seitdem wir wissen, dass es in der ehemaligen DDR deutlich weniger allergische und Atemwegserkrankungen gab als im ’saubereren‘ Westen wurde die Frage viel untersucht, was da wohl dahintersteckte.
Eine inzwischen wohl gesicherte Erkenntnis dürfte sein, daß das frühe Zusammensein mit gleichaltrigen Kindern den Austausch von Keimen förderte, was zur besseren Abwehr geführt hatte.
Auch Haustiere helfen, das Risiko von gastrointestinalen Erkrankungen (Epid & Infection, 134, 926ff) und Allergien (New Scientist, 7.9.02, 24) zu senken. Zu allem Überfluß spekulieren die Autoren letzterer Arbeit aufgrund ihrer Zahlen, dass auch die Inzidenz von Depressionen in dieser Gruppe niedriger war.