Artikel-Schlagworte: „Kasuistiken“

Fortbildung in der Huhnsgasse 34 : Rückblick auf den Treff am 29.11. 2013

 

Freitag 29. 11. war das Thema

Manualmedizin & HNO

Unser klinischer Visitetag war – denke ich – gemütlich und anregend für alle. Besonders schön war, dass die Teilnehmer sich einbrachten, je nach den Jahren der Erfahrung natürlich mehr oder weniger, aber eben als Diskussion unter Kollegen. Nicole Stuhrmann aus der Heidelberger HNO konnte da mit ihrer klinischen Expertise punkten.  Als Pädaudiologin und Phonaterin und in Heidelberg so etwas wie die Nachfolgerin von Manfred Hülse, der sich ja intensiv mit der Verbindung zwischen Manualmedizin und HNO auseinandergesetzt hat. Sie berichtete aus ihrer Arbeit und führte Tipps&Tricks auch am lebenden Objekt vor (s. Fotos).

Klinische Visite und Diskussion unter Kollegen
Klinische Visite und Diskussion unter Kollegen

Wir ‚Insassen‘ der Huhnsgassen- Praxis berichteten aus unserer Arbeit und stellten interessante Kasuistiken der letzten Wochen vor, durchaus nicht als ‚happy-end-Geschichten‘, sondern eben mit all den Haken&Ösen, die die Auseinandersetzung mit komplizierten und x-fach vorbehandelten Patientenbeschwerden so mit sich bringt. Ein Referat über die Komplexität von Wahrnehmung, Lernen und Sensomotorik sollte unseren Bezugsrahmen darstellen und fiel hoffentlich auf fruchtbaren Boden ;-).

 

Hypochonders Pflichtlektüre: aus der Wunderkammer ärztlicher Praxis

Warum sollten Sie beim Friseur aufpassen, wenn Ihre Haare gewaschen werden? Wie kann Bettwäsche zu Fehldiagnosen führen? und die Gefahren von Zahnstochern – all diese Themen kommen in einer Sammlung von kurzen Geschichten aufs Tapet, die auf einer Kolumne basieren, die Martina Frei für den Züricher Tages- Anzeiger geschrieben hat. Auch in anderen Zeitschriften gibt es ähnliche Kolumnen – man denke an die mittlerweile bei über 150 Folgen angekommene Reihe „Medizin und Wahnsinn“ von Werner Bartens in der Süddeutschen. Es ist also ein nicht nur für Ärzte interessantes Thema. Wenns dazu beiträgt, dass sich unsere Patienten mit an der Lösung der diagnostischen Probleme beteiligen – wunderbar. Wenns zudem kurzweilig und amüsant geschrieben ist – um so besser. Ich habe das Buch jedenfalls mit Vergüngen gelesen (mehr).