Ursprünglicher Ritalin Befürworter widerruft

W. Pelham, Co-Autor einer multimodalen Studie zu ADHD und Ritalin (hier) äußerte sich kürzlich kritisch zu seiner ursprünglich positiven Einschätzung der Langzeitwirkung von Rtialin bei hyperaktiven Kindern.

Wir haben die positiven Effekte über- und die negativen unterschätzt, sagt er nun und fügt hinzu, dass Ritalin „keine positiven Effekte“ habe (weiter).
Soweit, so gut, könnte man sagen. Deprimierend wird das Ganze, wenn man dann auf dem Website der Heimatuni von Prof. Pelham einen Artikel findet, der kurz und knapp schreibt, dass es „ein besseres Medikament für Kinder mit ADHD gibt“ – nämlich Adderal (Info). Diese Studie wurde von besagtem Psychologen geleitet und von der betreffenden Firma gesponsert.

Noch Fragen?

Das deprimierende ist dabei, dass es bald niemanden mehr gibt, der nicht durch Drittmittel von den entsprechenden Pharmafirmen abhängig ist. Und den betroffenen Familien wird dann die einfache (Schein-)Lösung vorgegaukelt. Über die Langzeitfolgen – und die Wachstumsverzögerung ist meines Erachtens noch das harmloseste – schweigt man sich aus.

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