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Röntgen
Diagnostischer Wert subtiler Funktionsanalyse

 


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Diese beiden Aufnahmen wurden im Abstand von drei Monaten bei einem vierjährigen Kind gemacht. Zuweisungsdiagnose Fehlhaltung, Koordinations- Unsicherheit und "Nackenweh".
Klinisch seitendifferente Haltungslabilität, segmentale Störungen der WS-Pole und Kopfgelenkblockierung. Auffällig war die Kopfanteversion bei der Erst-untersuchung, wobei die Mutter bestätigte, daß dies die Normalhaltung der kleinen Dame sei. Einmalige Therapie; danach nach Auskunft der Eltern eine Woche Reaktion mit "Unleidlichkeit", anschließend schnelle Bessung, v.a. was die Stimmung angehe.

Sie traue sich mehr zu, laufe die Treppen schneller rauf und runter etc. - ein Kommentar, den wie immer wieder hören. Klinisch: Kopf nicht mehr in Anteversion, sicherer Stand beiderseits, WS-Pole ohne Funktionsstörungen.

Auf den beiden Bildern sieht man auf den ersten Blick eine relativ ähnliche Situation.
Bei genauerem Hinsehen erkennt man die S-förmige Schwingung auf dem ersten Bild, die mit einem "am Occiput klebenden" Arcus dorsalis atlantis gekoppelt ist. Auf der Kontrollaufnahme eine entspanntere Haltung der HWS, die jetzt nicht mehr S-förmig verbogen ist und auch in Segment C0/C1 eine deutlich normalere Konfiguration aufweist. Es ist sicher diskussionswürdig, ob derartig "kleine" Veränderungen relevant sind.
Die enge Koppelung mit der klinischen Besserung läßt dies aber sehr wahrscheinlich sein. Für die Prognose sind die Kontollaufnahmen eine gute Basis: mit der hier dokumentierten Besserung des segmentalen Befundes können wir es uns erlauben, diese Kind erst wieder 1-2 Jahre später zur Kontrolle einzubestellen, es sei denn, eine für die Eltern auffällige Befundverschlechterung träte ein.
  
Grafik unten