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Veranstaltungen:
Rückblicke

 

 

Rückblick Kongress Hannover Mai 2006
13. EWMM Kongress in Hannover 19./20. Mai 2006 erfolgreich abgeschlossen

Der diesjährige EWMM Kongress befasste sich mit dem Thema
"Manualtherapie bei Kindern - KISS Kids"

Den über 300 Teilnehmern wurde einerseits ein Rückblick auf das bisher Erreichte geboten, andererseits auch die Gebiete präsentiert, wo noch viel zu klären ist. Die teilnehmenden Ärzte, Physio-, Ergotherapeuten und Hebammen erhielten einen umfassenden Überblick über den Stand der Behandlungskonzepte bei den funktionellen Störungen von Säuglingen und Kleinkindern.

Saal
Der sich füllende Saal

Der Theorie-orientierte erste Tag begann mit einem Überblick über die historische Entwicklung der Manualtherapie von U. Göhmann (Hannover) und einer Einführung in die Thematik von H. Biedermann (Köln).

Umfassende anatomische Erläuterungen zur Entwicklungsdynamik der hochcervicalen Region mit den sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen zur Manualtherapie von R. Sacher (Dortmund) ergänzte L. Koch (Eckernförde), der über die röntgenmorphologische Varianz der Kopfgelenke und deren Diagnostik referierte.

Der Schweizer J. Roth (Basel) - als Leiter der radiologischen Physik ausgewiesener Spezialist zum Thema - referierte über Sinnvolles und Unsinniges beim Röntgen- Strahlenschutz und betonte, dass letztlich nur die Einblendung eine effiziente Dosisbegrenzung ermöglicht und die heute noch verbreiteten Ovarialpelotten sinnlos sind.

Seitens der Hebammen kam C. Pelz (Braunschweig) zu Wort, die in ihrem engagierten Beitrag eindeutig Stellung bezog und Videointerviews mit betroffenen Familien vorstellte.

B. Maggi (Zürich) berichtete anschließend über seine Beobachtungen aus der Sicht des Geburtshelfers und Manualmediziners, den Geburtsverlauf durch einfache Behandlungstechniken der Beckenring - Blockierungen zu erleichtern.

Bruno Maggi
Bruno Maggi, Zürich

Zum Ende des ersten Tages beschrieben I. Flehmig (Hamburg) Integrationsmuster der frühkindlichen Reflexe und D. Mundt (Düren) die Entwicklungs- und Bewegungsmuster des behinderten Kindes.

Der zweite Tag bot dann Praktisches zur Untersuchung und zum Handling:
R. Michaelis (Tübingen) stellte sein funktionell neurologisches Konzept einer standardisierten Untersuchung des Säuglings vor und betonte die Variationsbreite der (früh-)kindlichen Entwicklungsmöglichkeiten.

Chr. Kayser (Hannover) stellte aus kinderärztlicher Sicht sein Repertoire der Säuglingsuntersuchung vor, mit dem eine differenzierte Abklärung funktionell- vertebragener Störungen angestrebt wird. Er plädierte überzeugend für eine fachübergreifende, wissenschaftlich begleitete Studie, um Häufigkeit und Verlauf dieser Problematik bei Säuglingen besser zu dokumentieren.

Die Ingenieurin F. Heinze berichtete über videogestütze Bewegungsanalysen von Kleinkindern aus der technischen Universität Aachen, die klassische klinische Tests quantitativ dreidimensional validieren können und sicher ein ausgezeichnetes Mittel darstellen, hierfür in der Ausbildung den Blick zu schärfen.

R. Sacher erläuterte die Spezifika der HIO Therapie als dreidimensional arbeitende Impulsbehandlung der oberen Halswirbelsäule und betonte die Wichtigkeit einer sorgfältigen morphologischen und funktionellen Röntgenauswertung.

S. Martin (Hannover) zeigte manualtherapeutische Griffe bei schwer cerebralparetischen Kindern in der postoperativen Phase.
Krankengymnastische Entscheidungshilfen bot J. Ewers (Köln) an und gab Einblick in physiotherapeutische Befund- und Therapiekonzepte, auch in Abgrenzung zu osteopathischen Techniken.

G. Kesper stellte ihr Konzept einer umfassenden motopädischen Betreuung vor mit Hinweisen für die notwendige integrierte Versorgung der Kinder, wobei aus der praktischen Erfahrung heraus Kriterien entwickelt wurden, wann hier manualmedi-zinische Hilfe erforderlich ist.

Gudrun Kesper
G. Kesper, Siegen

Schließlich referierte Chr. Blecher (Giessen) über die Helmtherapie bei schweren Kopfdeformitäten.

In seinem Schluss- und Grundsatzreferat fasste H. Biedermann die Dialektik von Form und Funktion zusammen, wobei er die frühzeitige Korrektur funktioneller Störungen als bestes Mittel zur Vermeidung später viel aufwendigerer Behandlungen betonte.

In den Pausen des Kongresses ergaben sich nicht nur mit den Referenten, sondern auch besonders zwischen den Teilnehmern angeregte Diskussionen. Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv.

Es gibt noch so viel zu entdecken und zu tun - nächstes Jahr in Zürich steht die Manualmedizin für Mutter und Kind um die Geburt im Mittelpunkt.

Referate vom Jahreskongress der European Workgroup for Manual Medicine (EWMM) in Hannover am 19. und 20. Mai 2006.

Strahlenschutz? Sinn & Unsinn
Prof. Dr. Jakob Roth
PDF-Datei 3 MB

EDV gestützte Bewegungsanalyse bei
Kleinkindern

Dipl. Ing. Franziska Heinze

Säuglingsasymmetrie prae- und
postpartal-geburtshilfliche
Anmerkungen

Dr. Bruno Maggi

Grundlagen der HIO - Therapie beim
Kind

Dr. Robby Sacher

Manualtherapie im Rahmen postoperativer
Rehabilitation bei Kindern mit Cerebralparese
Dr. Stefan Martin

Manualtherapie bei Kindern:„KISS-Kids“
Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können
(S. Freud, zu seinem 150. Geburtstag)

Dr. Stepahn Heinrich Nolte


 

 

 

 

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