Zehnjähriger mit Kopfschmerz
Dieser gut 10 Jahre alte Junge kam zu uns mit einer ganz ‘normalen’ Anamnese:
Kopfschmerzen seit Schulbeginn vor gut 3 Jahren, während der Hausaufgaben besonders stark. Ablenkbar, unkonzentriert ‘hibbelig’. Während der Ferien kaum Beschwerden; deshalb vom Kinderarzt zum Psychologen geschickt, dort die ‘Diagnose’ “Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität” bekommen mit der Empfehlung Methylphenidat einzusetzen.
Da das Kind danach zu wesensverändert war suchten die Eltern nach Alternativen und landeten schließlich nach etlich
en anderen Versuchen bei uns.
Das Röntgenbild spricht eine klare Sprache: Dysplasie von Occiput – Axis mit entsprechend problematischer Biomechanik vor allem bei der Kopf- Vorbeuge. Man hätte sicher gerne Anteflexionsaufnahmen gehabt und das Ausmaß der Bewegungseinschränkung exakt zu dokumentieren. Da sich aber (noch) keine Überlastungszeichen am kaudalen Segment (C2/C3) zeigten haben wir darauf verzichtet.
Neben der Empfehlung, längere Kopf-Vorbeuge zu vermeiden und z.B. bei den Hausaufgaben ein Schrägpult zu verwenden war es einfach schon die Diagnose, die zur Klärung und damit zur Entspannung der schulischen und häuslichen Situation beitrug. Die Eltern konnten so mit den immer noch nicht idealen Schulleistungen umgehen. Es war nicht mehr die ‘Schuld’ des Jungen, sondern seine Halswirbelsäule, die dem Ganzen zu Grunde lag.
HWS- Rö: Die Einstellung macht’s
Projektion und (Fehl-)Diagnose
Beim HWS- Röntgen kommt es – mehr noch als bei anderen Körperregionen – auf die saubere und verläßliche Einstellung an. Schon ein ungenaues Ausrichten des Zentralstrahls kann den diagnostischen Wert einer Aufnahme gegen Null bringen, oder gar dazu führen, dass Artefakte als Pathologien interpretiert werden.
LRS bei Atlas- Formvariante
Bei diesem 10jährigen Mädchen fand sich eine Kombination funktioneller und anatomischer Auffälligkeiten. Diesen Beitrag weiterlesen »
isolierte HWS- Rotation
Auf diesem Röntgenbild der HWS eines neunjährigen Jungen sind es – mal wieder – die funktionellen Details, die einem zu denken geben und schließlich zu einem Lösungsansatz führen.
Über die HWS hinaus…
…gibt es einiges, was man nicht aus dem Auge verlieren sollte.
HWS seitl.: eine wichtige ‘Kleinigkeit’
Auf diesem Bild eines 9jährigen Kindes mit Kopfschmerzen scheint alles bestens zu sein… Diesen Beitrag weiterlesen »
Warum röntgen?
Der Streit ums Röntgen von Patienten vor Manualtherapie der Halswirbelsäule wird nie enden, das ist sicher. Zu viele Interessen von zu Vielen, die am Halse tätig sind, gehen in die Richtung: “es geht doch auch so!” – Aus der täglichen Arbeit soll deshalb immer mal wieder am praktischen Beispiel gezeigt werden, warum das Röntgen doch sinnvoll ist. Diesen Beitrag weiterlesen »
Strahlungs- Hysterie
Jeder, der für seine (medizinische) Arbeit auf Röntgenbilder angewiesen ist, kennt die Furcht der Patienten vor Röntgenbildern, vor allem wenn es um Bilder bei Kindern geht.
Man muß diese Ängste ernst nehmen und sachlich darauf eingehen. In der Presse kommen immer wieder große Artikel, die auf die Gefahren ionisierender Strahlung hinweisen und durch fast immer unsachliche Berichterstattung diese Furcht schüren. Diesen Beitrag weiterlesen »
HWS seitl.: Projektionsprobleme
Bei diesem Schüler traten schon seit längerem Kopfschmerzen auf. Die Modalitäten waren uneinheitlich, Voruntersuchungen ergaben keine Anhaltspunkte.
HWS- Rö und KFO
Dass es Zusammenhänge zwischen Zahn/Kieferregion und der Halswirbelsäule gibt wird inzwischen allgemein anerkannt. Im Detail scheiden sich aber die Geister… Diesen Beitrag weiterlesen »
HWS seitlich: wieviel einblenden?
Bei den seitlichen Röntgenbildern der HWS wird vorn ein relativ rabiates Ausblenden gefordert. ‘Idealerweise’ hört dann das sichtbare Gebiet kurz vor dem Arcus ventralis atlantis auf. Alles ventral vom Kiefergelenk ist ausgeblendet. Diesen Beitrag weiterlesen »