Artikel-Schlagworte: „Funktion“

Verbund Body/Mind

Beim rastlosen Lesen ist wieder mal ein für uns relevantes Buch aufgetaucht:

Vybarr Cregan-Reid:

Primate Change (octopusbooks.co.uk)

Cregan-Reid beginnt ziemlich früh in unserer Stammesgeschichte – eines der ersten Kapitel ist mit 500.000.000 – 30.000 überschrieben – und saust durch die Jahrmillionen; nachher wird es deutlich langsamer. So ist z.B. eines der hinteren Kapitel mit 1910 – Gegenwart betitelt. Schon aus dieser Einteilung wird deutlich, daß er sich vor allem um die Interaktion zwischen der modernen Lebensumwelt und unserer ‚Grundausstattung‘ bekümmert. Es ist wohl kein Spoiler, wenn man erwähnt, daß einer der letzten Abschnitte mit ‚Homo Sapiens ineptus‘ überschrieben ist; das ‚ineptus‘ ist den Anglos dabei geläufiger als uns (am besten wohl mit ‚unbeholfen‘ übersetzt). Das ist schon etwas entfernt vom weitaus optimistischeren ‚Homo Deus‘ Hararis – und m.E. etwas realistischer….

Im Text wird man mit einer Fülle von Beispielen konfrontiert, wie funktionelle Faktoren dann zum Problem werden, wenn die genetische Grundausstattung dem noch nicht angepaßt werden konnte; und daß dies in der sich exponentiell beschleunigenden Entwicklung unserer Umwelt immer mehr auswirkt, wird schon an dem unlängst eingeführten Begriff ‚Anthropozän‘ für diese neue erdgeschichtliche Epoche deutlich.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Röntgen- Intensivkurs in Apulien: Rückblick & Ausblick auf künftige Kurse

Nun sind wir wieder zurück im Norden. Eine Woche Frühlings-Preview in Süditalien und viel Infos zum Röntgen der Wirbelsäule im Gepäck. Vom 21. – 24. März hatte sich eine kleine Crew in den Bergen zwischen Bari und Tarent getroffen, um gemeinsam über die Rolle funktioneller und morphologischer Gesichtspunkte beim Röntgen der Wirbelsäule zu diskutieren. Diskussion der Röntgenbilder im kleinen Kreis

Neben den ‚Klassikern‘ HWS & Kopfgelenke wurde auch der Region Becken-Bein-LWS breit Raum gegeben. Neben unseren ‚eigenen‘ funktionellen Kriterien kam mit E.Decker auch die klassisch morphologisch ausgerichtete Radiologie zum Wort. So konnte einmal mehr gezeigt werden, dass erst die Wertung der Funktion den morphologischen Details ihre klinische Relevanz zuweist. Nicht die Prominenz oder Auffälligkeit eines Befundes sind behandlungsrelevant, sondern ihr funktionell-pathogenetisches Potential. Diesen Beitrag weiterlesen »