Artgerechte Menschenhaltung

Es ist ja ein alter Hut, dass es erst den Tierschutzverein gab, bevor man sich z.B. um die Kinderarbeit kümmerte. Und so wundert es nicht, dass wir für unsere eigenen ‚Haltungebedingungen‘ eher blind sind.

Blick Font Borne

Wer lang genug im Krankenhaus gearbeitet hat oder ein solches mal besucht – also praktisch alle – kennt dieses unbewußte Kribbeln, wenn man die langen Gänge sieht, den ‚Krankenhausgeruch‘ in der Nase hat und dann die meist hohen Fenster, von denen aus der Bettlägrige bestenfalls ein Stück Himmel zu sehen bekommt.

Es gibt schon seit Jahren eine schöne Arbeit, die sich mit der Frage beschäftigte, ob so ’nebensächliche‘ Dinge wie der Blick aus dem Fenster eine Rolle spielen – oh wunder – sie tun es. Der Texaner Roger Ulrich hat darüber seit den 80gern ausführlich publiziert (Texas ,s. Artikel). Er nennt seinen Ansatz Evidence based Design (vgl. aktuelles Interview R.Ulrich). Wenn man sich dann auch neuere Krankenhäuser anschaut ,fragt sich der Laie (und der Fachmann), warum so wenig Konsequenzen aus diesen eigentlich offensichtlichen Dingen gezogen werden.

Schaut man in die Röntgenräume von Ambulanzen und Arztpraxen ist grau angesagt. Rausschauen ist da schwierig aus Strahlenschutzgründen, aber etwas fröhlicher ginge. Wir haben das in unserem Röntgenraum versucht.

 

 

 

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