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Knackende Gelenke

Gelenke_knacken

Interessante wissenschaftliche Artikel sind oft nicht in der medizinischen Fachpresse zu finden, sondern abseits davon. Nature, Spektrum der Wissenschaft, New Scientist oder La Recherche behandeln häufig Themen, die für unsere klinische Arbeit Relevantes zu bieten haben. So auch im März 2014, als im Spektrum der Wissenschaft ein amüsanter Artikel unter der Überschrift „Lass knacken!“ zu lesen war (Quelle).

H. Joachim Schlichting geht dabei auf die Phänomene ein, die beim Knacken lassen der Fingergelenke auftreten. Durch Kavitation kommt es zum Frei werden von in den Flüssigkeiten gelösten Gasen – im Organismus in der Regel vor allem O2 und CO2. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass unmittelbar danach die Gelenkflächen einen größeren Abstand zueinander haben (Quelle).

Das ist für manualmedizinische Belange eine interessante Überlegung, da sich die so ‚befreiten‘ Gelenkpartner zumindest eine Zeit lang besser gegeneinander bewegen lassen. Castellanos et al gehen davon aus, dass diese vermehrte Gelnkbeweglichkeit knapp eine halbe Stunde anhält – wobei sie das an Fingergelenken massen, was nicht unbedingt 1:1 auf die wirbelsäulennahen Strukturen übertragbar sein dürfte.

 

„Unglaubliche Fallgeschichten“ – und ihre Moral für Manualmediziner

Martina Frei ist eine Schweizer Autorin, die ein sehr lesenswertes Buch zu obigem Thema geschrieben hat (s.Abb.).Buchcover "Das Mädchen mit den 2 Blutgruppen" In einem Artikel aus der Schweizer Zeitschrift für die Schweizerischen Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO Journal, hier lesen) geht sie auf das Verletzungspotential bei längerer Reklination ein. Das kann eben schon bei 10min Kopfrückbeuge im Friseursstuhl passieren. Dank an Bruno Maggi, der mich auf diesen Artikel hingewiesen hat. Diesen Beitrag weiterlesen »

Automanipulation auf afrikanisch

…nennt Hans Härtling diese Holzfigur, die er im Hafen von Dakar erstehen konnte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Risikoreduktion bei Manualmedizin durch ‚Probemanipulation’? H. Biedermann

Gerade von Kollegen, die dem Röntgen kritisch gegenüberstehen wird oft vorgeschlagen, durch ‚Probemanipulationen‘ den Effekt einer Therapie zu ermitteln. dieses Konzept scheint aus mehreren Gründen sehr fragwürdig.. Artikel hier…