Der diagnostische Blick auf die Bewegung
Wieviel genaues Beobachten erkennen läßt erschließt sich dem Zuschauer nur langsam und mühevoll. Der diagnostische Blick ist uns aus der Inneren Medizin wohl bekannt. Hier geht es meist um Statisches, d.h. das Erkennen von Hautveränderungen oder Gewebezuständen. In der Orthopädie steht die dynamische Komponente in den Mittelpunkt: Wie bewegt sich einer, welche Synkinesen (‘mit-Bewegungen’, d.h. Motorik neben der Intentionsbewegung) nutzt, welche unterdrückt er. Geht der Kopf der Rumpfwendung voraus oder dreht sie sich en-bloc? Wie spricht einer? Mit dynamischer Mundöffnung oder ‘bekommt sie die Zähne nicht auseinander’? All diese Details verraten viel, sehr viel über die Krankheitsgeschichte des Patienten schon bevor wir mit dem eigentlichen Gespräch überhaupt begonnen haben.
Bewegung erkennt man um so besser, je bewußter man sie wahrnimmt. Dies wiederum wird dadurch erleichtert, dass man sie versucht technisch festzuhalten. So wird die Photographie und der Film zum Helfer einer besseren Diagnostik. Dies ist ein Grund, warum wir in unserem Titelbereich auf einen alten Pionier der fotographischen Bewegungsanalyse verweisen (Muybridge)
Röntgen- Intensivkurs 2012 in Apulien
Der März- Kurs in Apulien rückt näher. Die Vorbereitungen stehen, Kurrikulum und Techik sind à jour und er ist zu hoffen, dass die interessierten Teilnehmer ihre eigene Logistik auch Auge behalten.
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Aktualisierte Fortbildungsangebote 2011/2012
In den nächsten Monaten stehen folgende Treffen zur Disposition:
- 18. Januar 2012 (Mittwoch) Diskussionsrunde mit&für Zahnärzten/Kieferorthopäden :
Zahnheilkunde – Kieferorthopädie – Manualmedizin: Schienenbehandlung unter unterschiedlichem Blickwinkel
(Vgl. auch: Fortbildung in der Praxis Huhnsgasse34)
Round table- Gespäch in der Huhnsgasse 34
16.00 Beginn
16.15 – 19.00 Referate
19.00 gemeinsames Dinner & Diskussion
kein sponsoring, jeder wirft was in den Hut für die Kosten
- 20.-24. März 2012 Röntgen- Intensivkurs und Jahrestreff, diesmal in Apulien (s. separate Ankündigung: Roentgenkurs in Apulien)
Morphologie und Funktion: Was uns die klassischen Röntgenbilder der Wirbelsäule zeigen können, wenn man sie subtil auswertet. Dies in der Zusammenschau mit anderen bildgebenden Verfahren und dem konkreten Bezug zur darauf aufbauenden Therapie.
- 28./29. September 2012 EWMM- Jahreskongreß in Hamburg
Asymmetrie in der Entwicklung des Kindes.
Infos und Anmeldungen zu allen Veranstaltungen: ausbildung@manmed.de
Jahrestreffen 2011 in Antwerpen
Nach dem Kongreß in Berlin fand auch dieses Jahr wieder unser ‘kleines’ Treffen in Antwerpen statt. Diesen Beitrag weiterlesen »
EWMM- Präpkurs am anatomischen Institut der Uni Köln abgeschlossen
Am 29. und 30. Januar trafen sich ein gut Dutzend ‘Altstudenten’ zu einem Präpkurs am Anatomischen Institut der Uni Köln. Wir hatten diese Idee während unseres Kongresses hier im April 2010 und Jürgen Koebke war so nett, uns kurz vor seiner Emeritierung noch ein Wochenende zu widmen und uns in die Kopfgelenkregion mitzunehmen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Haltung & Verhalten
Wie so oft findet man Interessantes zum Thema Medizin fernab der ‘normalen’ Fachliteratur… Diesen Beitrag weiterlesen »
Naegeli- Buch als pdf
Auch auf dem Internet gibts den Naegeli, Diesen Beitrag weiterlesen »
isolierte HWS- Rotation
Auf diesem Röntgenbild der HWS eines neunjährigen Jungen sind es – mal wieder – die funktionellen Details, die einem zu denken geben und schließlich zu einem Lösungsansatz führen.
Über die HWS hinaus…
…gibt es einiges, was man nicht aus dem Auge verlieren sollte.
Automanipulation auf afrikanisch
…nennt Hans Härtling diese Holzfigur, die er im Hafen von Dakar erstehen konnte. Diesen Beitrag weiterlesen »
Bachelor- Arbeit zu KiSS
Im April 2010 kam diese Email bei mir an:
“Hallo Herr Dr. Biedermann,
ich bin Physiotherapeut und schreibe gerade meine Bachelorarbeit zum Thema : “Effektivität Manueller Therapie bei Kiss-Kindern“. Da die Beschaffung von Informationen und Zahlen in diesem Bereich ziemlich schwierig ist, wollte ich Sie … nach hilfreichen Daten, Zahlen, Studien usw. fragen. mfg Thomas Göbelt“
Hab ich dann ein bißchen geholfen und schließlich die fertige (und mit ’2′ benotete) Bachelorarbeit erhalten samt der Erlaubnis, sie hier publik zu machen (hier: Goebelt_Bachelor_KISS)
Babydorm- Unsinn
Wenn Säuglinge eine fixierte (Schlaf-)Haltung haben kommt es relativ schnell zu Anpassungen der Kopfform. Je nachdem, wie sehr die Eltern selber nervös sind – oder von ihrer Umgebung unter Druck gesetzt werden -suchen sie dann nach Hilfen.
Meist wird dabei das Symptom Schädelasymmetrie mit der Ursache verwechselt. Statt zu überlegen, was wohl dahinter steckt wird einfach gesagt: “Schädelverformung weg – Problem weg!” – was natürlich Unsinn ist. Diese Mentalität führt aber dazu, dass mehrere Kopfkissen- Modelle angeboten werden, die diesen Schädel- Adaptationen abhelfen sollen. Natürlich ‘medizinisch geprüft’ etc. – wie jede Zahnpaste heutzutage.
Wenn man das Problem Schädelverformung vom Funktionellen her durchdenkt muß man froh sein, wenn sich so ein kleiner Mensch nicht in das Kissen festmachen läßt. Fragt man sich, was die Schädelform verbessert, ist es vor allem das Bewegen, das die Symmetrie fördert. Also eben nicht in einem vorgeformten Teil fixieren, nicht stundenlang im MaxyCosy festmachen, sondern das aktive Bewegen fördern. Dass dies ungleich besser funktionert, wenn man vorher den Hals freigemacht hat, versteht sich von selbst…
Atlasprof – ein Titan der Karpaten?
- so ließ sich der rumänische Diktator Ceausescu nennen. Hat ihm schlußendlich nicht viel geholfen, aber bis man ihn – auf wenig elegante Weise – losgeworden war, litt das Land schrecklich.
Soll also keiner die Macht des Wortes unterschätzen.
Wofür das neue Manmed hier gut sein soll: Podium, Austausch & Filter
Vor etlichen Generationen war das Finden und Besitzen von Informationen – in der Regel in gedruckter Form – fast ein Wert an sich. Ich erinnere mich, dass mir mein Großvater in den sechziger Jahren sagte: “Jedes Buch hat eine Seele. Man wirft nie ein Buch weg”. Diesen Beitrag weiterlesen »
DeGruyters ‘kundenfreundliches’ Verhalten
Da kauft man bei seiner Buchhandlung ein etymologisches Lexikon von DeGruyter (Kluges Etymologisches Wörterbuch) und denkt sich nichts dabei, einige Wochen später seinen Rechner auf Windows 7 umzustellen. Bumms! – fällt man mit selbigem Erzeugnis auf seinen Allerwertesten. Nichts geht mehr. Nun, das kann passieren. Die Verlage können nicht alle Wahnsinnstaten der Firma Microsoft antizipieren. Aber was dann kommt ist weniger lustig: Diesen Beitrag weiterlesen »
